… Fortsetzung (Night-Shot-Modus von SONY)
2) Grau- und IR-Filter
Für den Einsatz bei Tage braucht man im Night-Shot-Modus einen kräftigen Graufilter (ich benutze meist einen ND 64, also einen mit 6 Blendenstufen; den B+W 106; siehe auch: Belichtung & Filterfaktoren). Dazu kommt dann noch der IR-Transmissionsfilter. Ich benutze derzeit den RG 645 von Heliopan (645nm) oder
den B+W 092 (695nm). Beide sind schwache Filter und lassen noch einige von den sichtbaren Wellenlängen hindurch (siehe auch: Transmissionsverhalten). Ich habe festgestellt, dass der Hoya R072 mit 720nm, der ja sehr weit verbreitet und auch beliebt ist, bei mir mit meinem Night-Shot-Modus überhaupt keine Farbe mehr produziert. Die entsteht bei mir wegen der schwarz-grünen Bilder zwar sowieso erst am Rechner, aber bei Aufnahmen mit dem R072 kann ich mir die Finger krumm korrigieren, nen Kopfstand machen und mit den Füßen wackeln. Mit dem R072 bekomme ich keine Farb-IRs hin, mit dem RG645 oder dem B+W 092 hingegen spielend leicht.
3) Nachbearbeitung
Die Bild- bzw. Nachbearbeitung spielt bei meinem Workflow eine ganz entscheidende Rolle und ist – auf den ersten Blick – vielleicht ein bisschen kompliziert. Aber ich habe es standardisiert, so dass ich heute für meine Farb-IRs kaum länger brauche als andere IR-Fotografen.
Wie meine Bildbearbeitung genau aussieht, habe ich mal in einem längeren Film erfasst:
IR-Ausarbeitung bei der Sony F828 mit dem B+W 092
Selbst wenn mein Verfahren völlig anders ist als das anderer IR-Fotografen, kann man dennoch bestimmt etwas mitnehmen aus dem Video.
Ich kann meine Kamera auch für normale Aufnahmen nutzen und ich brauche keinen Weißabgleich zu machen. Allerdings muss ich mit den genannten Einschränkungen wie der Offenblende und der begrenzen Spannbreite bei den Belichtungszeiten leben. Zumindest, was die Belichtungszeiten angeht, habe ich mich aber schon zu einem echten Scharfschützen entwickelt – wer weiß, ob ich das vielleicht mal an anderer Stelle werde brauchen können.
;-))
Ich liebe meine Kamera.
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